Mannheimer Seefest vom 14. - 15. August 2004 |
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![]() Die Leichtigkeit des Seins vom Wasser aus genießen RHEINAU: Seefest des Wasserskiclubs vom Regen beeinträchtigt / Band "Crypton" verpasst der Feier eine Stimmungsspritze Von unserem Mitarbeiter Jan-Hendric Bahls Anfänglich ein wenig betrübt, dann aber doch noch zufrieden zeigten sich die Organisatoren des 19. Seefests des Wasserskiclubs Mannheim-Rheinau-See (WSC) über den Verlauf der Traditionsveranstaltung, der in diesem Jahr das Wetterglück abhanden gekommen war. Aufgrund der regnerischen Vorlaufzeit verloren sich nur rund 800 Besucher auf die Anlage. "Im Hinblick auf die Zahlen des vergangen Jahres können wir damit natürlich nicht glücklich sein", haderte die erste Vorsitzende des WSC, Bettina Mohr. Und auch Peter Lindenberger, Betreiber der Anlage und Mitorganisator, hatte hier mit "mindestens drei- bis viermal soviel Leuten" gerechnet. Dabei waren die Höhepunkte der zweitägigen Festivität sowohl sportlich als auch in punkto Unterhaltung reichlich gesät. Bereits am frühen Mittag konnten sich Besucher auf die Bretter wagen, um die Leichtigkeit des Seins vom Wasser aus zu genießen. Ein kleiner Vorgeschmack sozusagen auf den sportlichen Höhepunkt des Tages, den vierten Mannheimer Sprungcup, bei dem die Weltelite ihr Talent unter Beweis stellen wollte. Doch auch hier schlug das Pech noch einmal zu. Einer der Superstars, Weltrekordler Jochen Löuers, verletzte sich bei einer unglücklichen Landung schwer am Ellenbogen. Für ihn war der sportliche Vergleich damit frühzeitig beendet. Dafür gab es von den anderen Teilnehmern Bestweiten zu bestaunen, die unter der Schirmherrschaft des SPD-Bundestagsabgeordneten Lothar Mark für ein Hochgefühl bis knapp zwei Meter unter den Weltrekord von 44,20 Meter sorgten. Den Siegern winkte hier neben einem stattlichen Preisgeld auch ein Wasserbett. Mit Einbruch der Dunkelheit gingen dann die Lichter an der Seebühne an. Ein 20-köpfiges Helferteam des WSC sorgte mit ehrenamtlichem Einsatz für super Stimmung rund um den Rheinauer See. Döner vom Spieß und deftige Paella nach original spanischer Rezeptur lauteten die Geheimtipps eines reichhaltigen Menüaufgebots. Daneben gab es neben Fisch, Bratwurst und Steak auch Getränkeerfrischungen jeder Art. Auf der Bühne rockten die Mädels von "No Limit" mit einer ausgefeilten Tanzshow und stellten damit nicht nur ihre Trainerin Frauke News zufrieden. Höhepunkt des Abends war aber der Auftritt der Soul-Funk-Combo "Crypton", die mit jeder Menge Groove müde Geister wiederbelebte und dem Seefest eine weitere Stimmungsspritze verpasste. Einen Gastauftritt der besonderen Art feierte dabei Barry White-Imitator Eric Conley, als er der Soullegende eine Stimme gab, dabei das Publikum im weiten Rund entzückte und den regnerischen Prolog des Seefestes vergessen machen konnte. Auch bei der WSC-Vorsitzenden hielt sich die Betrübtheit am Ende in Grenzen. Bettina Mohr bedankte sich bei allen Helfern und vor allem bei der Jugendabteilung, die nicht nur sportlich - mit immerhin drei aktuellen Nationalmannschaftsmitgliedern - zu überzeugen wusste. Im kommenden Jahr klappe es dann auch wieder mit dem Wetter, gab sich die Vorsitzende optimistisch. © Mannheimer Morgen - 18.08.2004 |
![]() Mode auf dem Wasser - wenn sich der Rheinauer See in einen Laufsteg verwandelt RHEINAU: Models präsentieren Bademode auf
Wasserskiern / WSC-Jugendabteilung stellt spektakuläre Show mit
einer Fünfer-Pyramide als Abschluss auf die Beine Die ästhetische Seite des Wasserskisports stellten am zweiten Tag des Seefestes des WSC Mannheim-Rheinau-See die Models der Modeagentur "Fashion Line" von Dieter Augstein heraus. Von Neoprenanzügen bis hin zu schicken Modellen der neuesten Bademode gab es bei eher frischen Temperaturen jede Menge Anregungen für modisch interessierte Besucher. Dabei standen die meisten Mädels zum ersten mal auf Wasserskiern. "Wir haben natürlich vorher geprobt", berichtete Philipp Mohr, Jugendwart des WSC, für den Laien sei das Ganze innerhalb von einem Tag zu erlernen, zumindest in den Grundzügen. Bereits zuvor hatte der Fahnenlauf des Wasserskinachwuchses für Begeisterung beim Publikum gesorgt, das sich anschließend davon überzeugen konnte, dass sich fast jeder halbwegs stabile Untergrund zu einem Ritt über das Wasser eignet. Mit einer spektakulären Wasserski-Show zeigten die Vereinsmitglieder des WSC ihr Können und bewiesen dabei reichlich Kreativität und Einfallsreichtum. Fantasievolle Kreationen wechselten mit tatsächlich professionell eingesetzten Utensilien, wie den Wakeboards. Seit ein paar Jahren hat dieser Fahrstil, der ein wenig an Snowboardfahren oder Surfen erinnert, von Amerika kommend auch in Europa eine feste Anhängerschaft gefunden. Zum ersten Mal auf das Wasser ging dagegen der aus Reifen zusammengenähte Wasserturm von Barbara Lindenberger, der ebenso wie die Jetski-Vorführung oder der Slalomlauf für mächtig Aufregung unter den Zuschauern sorgte. Neben der Vorstellung herkömmlicher Stile wie Paarski, Monoski, Teller- oder Trickski, gab es eben auch kleine Skurrilitäten zu beobachten. Erstaunen rief so nicht nur eine zur Fahrgelegenheit umgewidmete Bierbank hervor, sondern auch Tennisschläger, die mit viel Tempo über die Wasseroberfläche flitzten. Einen weiteren Blick wert waren ebenso wassertaugliche Schneeschuhe, die bereits Vereins-Urgestein Dr. Ernst Busch mit 76 Jahren erfolgreich bei der Deutschen Seniorenmeisterschaft begleiteten. Gleichfalls im Programm vertreten war ein Barhocker, ein Untersatz, den man im normalen Trainingsprogramm natürlich nicht ohne Weiteres zu sehen bekomme, wie Philipp Mohr betonte. Aber schließlich wolle man den Zuschauern hier was fürs Auge bieten. Den krönenden Abschluss bildete eine Fünfer-Pyramide, bei der die Wasserskiläufer Gleichgewichtssinn und Standfestigkeit bewiesen. In drei Wochen Vorbereitung hatte die Jugendabteilung des WSC die Show auf die Beine gestellt. Ein Einsatz, der sich gelohnt habe, wie der Jugendwart betonte. Entsprechendes Lob gab es auch von Mama Bettina Mohr. Hier bekämen die Leute einen Einblick über die Schwierigkeitsgrade, so die Vorsitzende. Dabei biete sich den Sportlern die Gelegenheit, ihr Können zu präsentieren und Werbung in eigener Sache zu machen. Denn an Nachwuchs fehle es im Moment. Ein kleiner Mitgliederschub wäre auch der Vorsitzenden Bettina Mohr alles andere als unrecht, auch wenn gut die Hälfte der 100 Mitglieder unter 18 Jahren sei, wie die erste Vorsitzende betonte. Einsatz von Zuschauerseite war dann beim Torwandschießen gefragt. Für ein erfolgreiches Abschneiden winkten diverse Gutscheine, der beste unter den Hobby-Schützen bekam die ganze Torwand als Hauptgewinn sogar gleich mit nach Hause. © Mannheimer Morgen - 18.08.2004 |
![]() Wohin mit dem dritten Wasserbett? WASSERSKI: Bauer gewinnt Mannheimer Sprungcup
/ Weltrekordhalter Lüers schwer gestürzt Ein Unglück kommt, so weiß es zumindest der Urheber eines alten Sprichworts, selten allein. Nun mag man von solchen Weisheiten halten was man will - auf den vierten Mannheimer Sprungcup, bei dem am Samstag auf dem Rheinauer See einmal mehr die Weltelite des Wasserskisprungs ihr Stelldichein gab, traf dies leider zu. Dabei hatten die Klubverantwortlichen und die zahlreichen ehrenamtlichen Helfer des WSC Mannheim-Rheinau-See im Vorfeld wieder alles dafür getan, einen perfekt organisierten Wasserski-Event der Spitzenklasse auf die Beine zu stellen. Doch am Ende machte die ungemütliche, nasskalte Witterung dem WSC einen dicken Strich durch die Rechnung. Statt der erhofften 1500 Zuschauer kamen nur knapp 200, die die spektakulären Sprünge von der Schanze miterleben wollten. Zu allem Überfluss verletzte sich einer der Topfavoriten auf den Titelgewinn, der Kiefersfeldener Weltrekordhalter Jochen Lüers, bei einem Sturz im Abschlusstraining am Samstagvormittag schwer. Dabei geriet der 29-Jährige beim Sprung in Rückenlage, stürzte und zog sich dabei einen Ellbogenbruch zu. Schlagartig wurde in diesem Augenblick deutlich, warum das Springen nicht nur die spektakulärste, sondern auch die gefährlichste Wasserskidisziplin ist. Spitzensport wurde am Rheinauer See natürlich trotzdem geboten. Zwei Athleten waren es, die dem Wettbewerb ihren Stempel aufdrückten: Thomas Bauer vom WSC Kiefersfelden siegte mit einer Weite von 59,7 Metern deutlich vor dem Zweitplatzierten Robin Senge (55,0). Bei den Damen war es die Weißrussin Julia Meier-Gromyko, die mit 43,6 Metern die beste Weite erzielte. Für Claudia Stefan (42,5) sowie Lokalmatadorin Katrin Lindenberger vom WSC Mannheim (36,1) reichte es immerhin noch zu einem Podestplatz. "Wohin nun mit dem dritten Wasserbett?" Mit diesem Luxusproblem durfte sich Thomas Bauer ("Es wird sich schon ein Abnehmer finden . . .") nach getaner Arbeit auseinander setzen. Denn neben dem Preisgeld von 500 Euro durfte der 32-Jährige auch diese ungewöhnliche Sachprämie einstreichen - wie schon als Sieger des Mannheimer Sprungcups 2000 und 2002. "Es war diesmal nicht ganz einfach, sich mental auf den Wettkampf einzustellen", gestand Bauer mit Blick auf den schweren Sturz seines Vereinskameraden Jochen Lüers. "Jochen ist natürlich auch ein starker Konkurrent, an dem man sich hochziehen kann. Ein, zwei Meter weiter wären mit ihm vielleicht drin gewesen." Doch auch so konnten sich Bauers 59,7 Meter mehr als nur sehen lassen. Zu einem neuen Weltrekord fehlten dem Oberbayer ganze 50 Zentimeter. Parallelität der Ereignisse: Julia Meier-Gromyko, Siegerin im Damenwettbewerb, konnte sich in Mannheim ebenfalls bereits zum dritten Mal in die Gewinnerliste eintragen. "Mir hat heute etwas die innere Spannung gefehlt, trotzdem bin ich sehr zufrieden", bilanzierte die in Bad Salzuflen lebende 33-jährige Weißrussin. "Trotzdem weiß ich, dass ich es besser kann." Gelingen soll das bereits in vierzehn Tagen bei den deutschen Meisterschaften am nordhessischen Twistesee im Kreis Waldeck-Frankenberg. Dort startet Meier-Gromyko als Nicht-Deutsche außer Konkurrenz - weiter davon träumend, als erste Frau die magische 50-Meter-Schallmauer zu durchbrechen. © Mannheimer Morgen - 16.08.2004 |
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Ergebnisse
des 4. Mannheimer Sprungcups Herren: Damen: Jochen Lüers verletzte sich bei seinem letzten
Trainingssprung schwer und konnte daher nicht am Wettbewerb teilnehmen. |
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Sportliches Fest am Rheinauer See Am Rheinauer See steht ein Großereignis an und es lohnt sich, dabei zu sein. Der Wassersportclub stellte an zwei Tagen ein attraktives Programm zusammen. Los geht es am heutigen Samstag mit einem sportlichen Ereignis: Der "Mannheimer Sprungcup" an der Wasserskianlage begeistert seit vier Jahren die Zuschauer. Zwischen 15 und 17.30 Uhr trifft sich hier die Sprungelite. Und nach der Siegerehrung kann es die Gäste des Festes ab 18.30 Uhr den "Profis" beim öffentlichen Lauf selbst nachmachen. Zugleich beginnt eine Beachparty. DJ Werner Dais legt Musik aus den 70er und 80er Jahren auf. Für Freunde der Live-Musik startet auf der Seebühne die Band "Crypton" ein Konzert. Am Sonntag ist der See ab 12 Uhr belebt. Wieder können sich Besucher auf der Wasserskianlage versuchen. Ab 12 Uhr ist auch der Clown Bruno mit seinem Fuchsteam für Kinder da. Um 14 Uhr erfolgt eine Modepräsentation auf dem Wasser. Immer wieder sehenswert ist die Wakeboard- und Wasserski-Show, zu sehen ab 14.30 und 16.30 Uhr jewels eine Stunde lang. Selbst auf einem Barhocker können die Trickläufer über das Wasser gleiten. Natürlich zeigen sie auch atemberaubende Sprünge und zum Schluss eine sehenswerte Pyramide. jan/Bild: Rittelmann "MM"-Ferientipp © Mannheimer Morgen - 14.08.2004 |
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Die Elite trifft sich am Rheinauer See WASSERSKI: WSC Mannheim lädt am Samstag zum vierten Sprungcup Von unserem Mitarbeiter Markus Wilhelm Eigentlich wird Mannheims südlichstes Gewässer, der Rheinauer See, in den Sommermonaten in erster Linie von Erholungssuchenden angesteuert. Eine eher unspektakuläre Naherholungsidylle, die allerdings einmal im Jahr einem hektischen Treiben weicht, wenn der Wasserskiclub (WSC) Mannheim-Rheinau-See zum Mannheimer Sprungcup lädt, der nicht nur zahlreiche Wassersportfreunde aus der Region, sondern auch viele Schaulustige in seinen Bann zieht. Am morgigen Samstag (15 bis 17.30 Uhr) steht nach 2000, 2001 und 2002 die nunmehr vierte Auflage dieser Veranstaltung auf dem Programm. Am Start befindet sich dabei fast die komplette nationale und internationale Wasserski-Elite, darunter die weißrussische Weltrekordhalterin Julia Meier-Gromyko und die Lokalmatadorin und deutsche Meisterin am Boot Katrin Lindenberger. Die 24-jährige Sportsoldatin und Mitglied der deutschen Nationalmannschaft dürfte nicht nur die Sympathien des Mannheimer Publikums genießen, sondern auch ein gewichtiges Wort bei der Titelvergabe mitreden. Am vergangenen Wochenende verbesserte Lindenberger ihren erst vier Wochen alten deutschen Rekord abermals und erreichte eine stolze Weite von 38,30 Metern. Bei den Herren will Vorjahressieger Thomas Bauer seinen Titel verteidigen, doch die Konkurrenz, beispielsweise in Person des Weltrekordhalters Jochen Lüers, ist groß. Siegchancen werden auch dem Junioren-Europameister Andreas Pape eingeräumt. Für die Zuschauer ist das Springen von der Schanze die mit Abstand aufregendste Wasserski-Disziplin, zugleich jedoch die für die beteiligten Sportler gefährlichste. Die Größe der Sprungschanze ist ebenso wie deren Position genau vorgegeben. Während die Damen am Wochenende über 1,65 Meter springen, ist für die Herren die Maximalhöhe 1,80 Meter. Frei wählbar ist hingegen die Geschwindigkeit der Seilbahn, die die Athleten zieht. Angesichts des hochkarätigen Starterfeldes beim Mannheimer Sprungcup dürften fast ausnahmslos Sprünge bei maximaler Geschwindigkeit (54 km/h bei den Damen, 57 km/h bei den Herren) zu bestaunen sein. Eingebettet ist der Mannheimer Sprungcup in das traditionsreiche, bereits zum neunzehnten Mal stattfindende Rheinauer Seefest, dass bereits heute Abend um 18 Uhr mit dem Training der Wettkampfteilnehmer beginnt. Am Samstag (9.30 Uhr) startet die Veranstaltung ebenfalls mit dem Training, bei den öffentlichen Läufen (11 bis 14.30 Uhr und 18.30 Uhr bis 20 Uhr) kann jeder Interessierte, der sich sportlich engagieren möchte, selbst auf die Bretter gehen, im See schwimmen, mit Wasserfahrrädern den See umrunden oder sein Glück auf dem Wassertrampolin versuchen. Auch der Sonntag geizt nicht mit Höhepunkten. Weitere öffentliche Läufe um 12 Uhr, 15.30 Uhr und 17.30 Uhr können ebenso dazugezählt werden wie eine Modepräsentation auf dem Wasser (14.30 Uhr) und eine Wasserski-Show (16.30 Uhr). © Mannheimer Morgen - 13.08.2004 |
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